Das Fest 2016 – Flashback

On 2. November 2016

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Mein persönlicher Rückblick auf das FEST 2016 – oder:

„Mein schönstes Ferienerlebnis“

Da muss man also erst einmal als gebürtiger Karlsruher aus der badischen Heimat über die grüne Grenze ins Schwäbische ziehen, um für DAS Open-Air-Ereignis in der Region schlechthin gebucht zu werden… ts, ts, ts…

Ok, ich bin nicht weit über die Grenze gezogen – tatsächlich ist das Nachbardorf schon wieder badisch. Ich bin also noch „Einheimischer“. Im Herzen sowieso.

Gefreut habe ich mich aber trotzdem, als die Buchungsfrage von Sven Varsek kam – Kinderprogramm auf der Kulturbühne. Samstag und Sonntag. Und sogar bezahlt. Mit Geld und nicht mit Versprechungen à la „Da wird in allen Zeitungen drüber berichtet, das ist unschlagbare Werbung für Sie!“. Ich hatte also schon gleich das Gefühl, mit Profis zu tun zu haben…

Im Vorfeld alles locker. Absprachen per Mail. Keine Probleme.

Michael Kühn - verZAUBERER @ DAS FEST 2016

„Access All Areas“

Vor Ort – alles locker. Vielen Dank an gleich drei Stagemanager – Tina, Soledad, Ulf – die ihren Job ernst, aber nicht zu ernst genommen haben. Einfach einen guten Job gemacht!

„Access All Areas“-Ausweis bekommen. Hätte ich das gewusst, hätte ich mehr Zeit mitgebracht – um einfach ein bisschen im Hauptcatering abzuhängen und vielleicht Rea Garvey über den Weg zu laufen. Nee, der war ja schon freitags da…

So habe ich mich mit dem „kleinen“ Kulturbühnencatering zufrieden gegeben. Waren ja auch nur zwei Kühlschränke voll Belegtem und Getränken. Und Kaffeevollautomat. Und Früchten und Gummibärchen. Und Nüssen.

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Das „kleine“ Catering im Kulturbühnen-Backstage

Moderator Frank Sollmann getroffen, Anmoderation besprochen. Verdammt, der war auch so locker drauf. Ich hab gedacht, das ist etwas ganz „Großes“ hier. Hat sich aber eher angefühlt wie ein Treffen unter Freunden, die ich bis dahin nicht gekannt hatte und die gemeinsam mal so nebenbei ein zwei Tage füllendes Non-Stop-Kulturprogramm auf die Bühne(n) gebracht haben. Faszinierend.

Dazu muss man wissen:

Das harte Künstlerleben, das Leben im Wohnwagen, das Tingeln durch Europa und die Welt, von einem Festival zum anderen – das war noch nie etwas für mich. Ich brauche meine Basis zu Hause, bei der Familie. Also pendle ich eher regional – von Geburtstagsfeier zu Hochzeit und von Straßenfest zu Firmenfeier. Baumarkteröffnungen blieben mir immerhin bisher erspart!

Michael Kühn - verZAUBERER @ DAS FEST 2016

Chill-Out-Lounge im Kulturbühnen-Backstage

Nicht falsch verstehen:

Das macht unglaublich Spaß, mein Publikum ist (fast) immer nett zu mir. Aber oftmals bleibt die KUNST auf der Strecke. Zu schnell besteht die Gefahr, zum Dienstleister zu werden, oder zum Kunsthandwerker vielleicht… Da gönne ich mir dann ein- bis zweimal im Jahr das Experiment, auf einer Kleinkunstbühnen abendfüllend solo zu spielen. Mit einem Saal – oder Raum – voller Menschen, die Geld dafür bezahlt haben, von mir verzaubert zu werden. Nächstes Mal wieder in der Orgelfabrik – übrigens…

Oder ich befinde mich plötzlich im Backstage-Bereich der Kulturbühne aufm FEST 2016 und treffe Künstler aus aller Welt. Die im Wohnwagen von Festival zu Festival reisen – europa- und weltweit. Und ich kann so ein bisschen was vom Künstlerleben schnuppern, Teil von einem wundervollen Festival sein. Und trotzdem abends in meinem Bett schlafen.

(Sonntags bis ich übrigens ziemlich früh gekommen, um noch ein wenig mehr Zeit im Backstage zu haben und dort einen Frühstückskaffe trinken zu können. Ich gebs zu…)

Michael Kühn - verZAUBERER @ DAS FEST 2016

Die Show beginnt – strahlender Sonnenschein, strahlende Kinder!

Die große Bühne, die zuerst für meine Shows angedacht war, war mir zu groß. Zu schwierig der Kontakt mit den Kindern, wenn man zwei Meter höher steht. Aber Mike vom Ton hat – locker und entspannt, wie auch sonst – mein Mikrofon auf die kleine Bühne umgebaut. Besser!

Die Shows waren toll – wir hatten Spitzenwetter, das Publikum war gut drauf. Ich hatte danach Sonnenbrand.

Michael Kühn - verZAUBERER @ DAS FEST 2016

Auch im Schneegestöber haben wir die Show durchgezogen!

Ach, es war halt einfach schön. Da sind die Gedanken dann doch gerechtfertigt, die einem ab und an nach besonders schönen Erlebnissen durch den Kopf spuken: „Was hab ich doch für ein Glück, mit diesem Beruf mein Geld verdienen zu können!“

Nächstes Jahr bin ich wieder dabei. Zunächst mal als Besucher. Denn das FEST ist sehenswert, erlebenswert. Vielleicht halte ich mir das Wochenende sogar frei. Dann hab ich Zeit, mir alles anzusehen. Die Hauptbühne, die vielen Nebenbühnen, das Programm im Kulturbereich, das Handwerkerdorf.

Vielleicht kann ich dann am Ende des Monats meine Rechnungen nicht bezahlen, weil die Einkünfte fehlen. Aber vielleicht haben die FEST-Verantwortlichen auch ein Einsehen und buchen mich noch einmal? Sven – ich kann nicht nur Kinder. Ich kann auch Erwachsene. Und Feuer. Und mit meinem schwäbischen Kollegen kann ich auch Zwei-Mann-Zauber-Varieté. Ich wär dabei…

 

Hier noch ein paar Links zu Nachberichten:

„Feuertanz im Sommerregen“ – BNN

Multimediale Review „Pageflow“ – BNN

Internetpräsenz DAS FEST

 

Und hier noch ein paar „Fremdfotos“:

Feuertanz im Sommerregen - Winter für BNN

Feuertanz im Sommerregen – Winter für BNN

DAS FEST Galerie 2016

DAS FEST Galerie 2016

Frank Sollmann auf Facebook

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